#Autorinnenzeit: Buchverfilmungen

Viele Hardcore-Leseratten werden immer der Meinung bleiben, dass das Buch besser ist, als der Film jemals werden kann. Dabei gibt es Verfilmungen, die denkbar grottig sind (Eragon!), die viel Potential verschenken (Der Hobbit!) oder doch annehmbar sind.

Ich werde versuchen, aus jeder Kategorie eine Buchverfilmung zu nennen und gleichzeitig ein Buch vorzustellen, das trotzdem verfilmt werden sollte.


Kategorie 1: Grottig schlechte Buchverfilmung

Keine Frage, Tintenherz ist eine sehr schöne Geschichte und nicht ohne Grund eines meiner allerliebsten Lieblingsbücher. Der Film aus dem Jahr 2008 allerdings ist vor allem eines: absolut miserabel. Selbst ohne die grandiose Buchvorlage wäre der Film einfach schlecht. Das fängt schon an, dass Meggie (die im Buch doch recht jung ist) von einer Schauspielerin (Eliza Bennett) gespielt wurde, die damals bereits 16 Jahre alt war. Kein Frage: Die schauspielerische Leistung war nicht schlecht. Die Szenen wurden allerdings ziemlich lieblos auf die Leinwand geklatscht und darüber konnten auch die visuellen Effekte nicht hinwegtäuschen. Hinzu kommt, dass Schlüsselszenen gravierend verändert und weit schlechter als in der Vorlage gelöst wurden. Insgesamt war die Storyline im Film viel zu flach. Dieser Film war ein Ereignis, das man sich nur einmal angetan hat. Es hat seine Gründe, warum Teil 2 und 3 es nie auf die Leinwand geschafft haben. Das fast schon rekordverdächtig schlechte Drehbuch ist nur einer davon.


Kategorie 2: Mittelmäßige Verfilmung, das Buch war aber trotzdem besser.

Wenn ihr damit fertig seid, Marlen mit Steinen zu bewerfen (ihr wisst wieso), könnt ihr mich ins Visier nehmen. Ich oute mich: Ja, ich habe alle Filme gesehen (mehrfach) und zudem alle Bücher gelesen (mindestens einmal). Fragt mich nicht warum ich mir das angetan habe, ich weiß es selbst nicht. Ich gebe zu, die Filme haben ihre Reize und die Wahl der Schauspieler hätte (zumindest was optische Gesichtspunkte angeht)schlechter ausfallen können.

Dennoch: Die Bücher waren eindeutig besser! Nicht so grottenschlecht umgesetzt wie mein Beispiel für Kategorie 1, aber auch nicht unbedingt gut. Die Story – die an sich schon nicht die Beste war – wurde im Film nur halbherzig umgesetzt. Stellenweise wirkte alles irgendwie viel zu sehr wie Geldmache (eine extrem erfolgreiche Buchreihe auf Krampf in die Kinos zu bringen, um noch mehr Profit herauszuschlagen).


Kategorie 3: Eine Buchverfilmung, die stellenweise sogar besser ist.

Tris ist so ein Charakter, der von der Verfilmung enorm profitiert. In den Büchern ist sie extrem unsympathisch. Ohne einen Grund nennen zu können: Selbst beim dritten Lesen des Buches bin ich mit ihr nicht warm geworden. Im Film hingegen (wobei ich tatsächlich nur Teil 1 und 2 gesehen habe) ist Tris eine richtige Heldin. Da macht es sogar Spaß, ihr als Protagonistin zu folgen. Klar, wie so viele Buchverfilmungen hat auch Divergent storytechnische Schwächen, liegt aber durchaus im tolerierbaren Rahmen. Wie gesagt: Die Charaktere (insbesondere Tris) sind gut umgesetzt. Im Gegensatz zu Tris wirkt dagegen Four zwar doch etwas blass, aber immer noch besser als im Buch. Veronica Roth ist tatsächlich die einzige Autorin, bei der ich jederzeit die Filme vorziehen würde (weshalb ich ihren Jugendroman „Carve The Mark“ rein aus Prinzip noch nicht gelesen habe. Wenn der mal verfilmt wird, werde ich ihn mir aber definitiv ansehen).


Last But Not Least: Bücher, die jemand verfilmen sollte.

Der Tag neigt sich dem Ende zu, also muss der Beitrag auch ein Ende finden. Deshalb eine ganz kurze Übersicht:

Es ist noch gar nicht so lange her, seit ich dieses Buch gelesen habe. Weil es mir so gut gefallen hat, verlinke ich mal ganz frech auf meine Rezi auf meinem Blog Tinte und Schwert. Warum ich es auf der Leinwand sehen möchte:

  • Ich bin auf die Umsetzung der Narrows gespannt, die im Buch wirklich ausgiebig beschrieben werden.
  • Überhaupt ist die Sache mit dem Archiv, den Türen und Chroniken ein gefundenes Fressen für Filmstudios. Hier bieten sich visuelle Effekte unbedingt an.
  • Die Story bietet einen gelungenen Mix aus Rückblenden, Erzählungen und Action-Szenen, die man im Kino temporeich inszenieren kann.
  • Das Buch ist von Victoria Schwab. Bei dem Hype um ihre Bücher wäre es eine willkommene Herausforderung für Filmstudios, den Stoff standesgemäß umzusetzen.

Was meint ihr? Seid ihr mit meiner Wahl einverstanden? Wenn nicht, dann freue ich mich auf Meinungen. Wenn ihr mich mit Steinen bewerfen wollt (aber erst, wenn ihr mit Marlen fertig seid), nur zu. Ich halte auch ganz bestimmt still.

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2 Gedanken zu “#Autorinnenzeit: Buchverfilmungen

  1. Hey! Ich bin ganz deiner Meinung was Tintenherz betrifft. Ich liebe dieses Buch oder auch die ganze Trilogie, aber die Verfilmung war sehr schlecht, kein Wunder, dass die beiden anderen Bücher nicht auch Verfilmung würden. Eine tolle Aufstellung und Bewertung der Buchverfilmungen auf jeden Fall 🙂
    Liebe Grüße,
    Svenja (https://pantaubooks.wordpress.com)

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