#Autorinnenzeit: Was ich mir diesen Monat vorgenommen habe.

Dem Aufruf von Sven Hensel folgend, werden wir hier den Mai nutzen und einen Monat lang Autorinnen in den Vordergrund stellen. Frauen haben in der Literatur nicht gerade einen guten Stand und so gut wie alle Bereiche des Literaturbetriebs werden von ihren männlichen Kollegen dominiert. Deshalb ist es nur fair, wenigstens einen Monat lang den Frauen eine Bühne zu geben. Nur ein schwacher Trost, wenn man bedenkt, dass die Bühne schon seit Jahrzehnten (wahrscheinlich sogar noch länger) den Männern gehört, aber immerhin an Anfang. Für einen besseren Stand von Frauen in der Literatur!
Weitere Infos zur Aktion gibt es direkt bei Sven Hensel zu lesen.


Buchkauf: Was ich mir diesen Monat vorgenommen habe.

Gestern habe ich folgendes (wieder) festgestellt:

Es ist verdammt schwer, bei Amazon explizit Selfpublisher zu finden. Noch schwerer ist es, wenn man lieber gedrückte Bücher liest. Und dann auch noch Bücher von Autorinnen finden, die in das Lieblingsgenre passen? Gefühlt ein Ding der Unmöglichkeit.

Und doch habe ich ein paar Bücher gefunden, über die ich mich demnächst hermachen werde. Zu zweien davon wird es auf jeden Fall noch im Mai Rezensionen geben. Welche das genau sein werden, verrate ich aber noch nicht 😉


Totenstille (Daniela Arnold)

Was, wenn du niemandem mehr trauen kannst? Auch nicht dir selbst? Eine unheimliche Mordserie erschüttert Augsburg und versetzt die Bevölkerung in Angst und Schrecken. Die Opfer des brutalen Killers sind Frauen, welche allesamt über Monate hinweg gefangen gehalten und gefoltert wurden. Als wieder eine junge Frau entführt wird, beginnt für Larissa Bartels von der Kripo Augsburg ein erbitterter Wettlauf gegen die Zeit. Parallel dazu bricht für die junge Notärztin Andrea die Welt zusammen: Was tun, wenn der Ehemann, die eigene Tochter und sogar Freunde behaupten, man sei nicht real? Als schließlich erneut eine Leiche gefunden wird und alle Spuren zu Andrea führen, ist sie gezwungen zu kämpfen. Um ihre Familie, ihr Leben und ihre Identität.

Der Klappentext klingt schon einmal sehr vielversprechend. Das Cover macht richtig Bock. Ein mystischer Wald und Nebel machen sich bei einem Thriller immer gut. Sieht zumindest danach aus, dass man das Buch ohne Scheu auch zwischen Fitzek und Co. platzieren kann, ohne dass es negativ auffällt. Was will man mehr? Ich erwarte an dieser Stelle definitiv einen fesselnden Thriller, den ich nicht mehr aus der Hand legen kann, wenn ich einmal mit dem Lesen angefangen habe (wie es eigentlich bei jedem Thriller sein sollte).

CreateSpace, 250 Seiten, Print: 9,62€, E-Book: 2,99€ (0,00€ mit KU)


Scream Run Die (Tanja Hanika)

Klappentext folgt.

Noch ist im Internetz nicht viel mehr bekannt, als dass es dieses Buch geben wird. Aber da ich bereits den letzten (Kurz-)Roman aus der Feder der Autorin gelesen (und hier rezensiert) habe, konnte ich nicht widerstehen, mich zu melden, als Tanja nach Bloggern zur Verteilung von Rezensionsexemplaren fragte.

Es soll nach Aussage der Autorin (steinigt mich, wenn ich das jetzt falsch in Erinnerung habe) ziemlich trashig werden und sich selbst nicht allzu ernst nehmen. Aber erinnern wir uns: Gerade das war es doch, was unter anderem den Anhalter von Douglas Adams so enorm gut und erfolgreich gemacht hat. Jedenfalls: Her damit!


Katzenspuk (Anna Hutter)

Eine schwarze Katze,
eine geheimnisvolle junge Frau
und unheimlicher Spuk in Goslars herbstlichen Straßen

Eigentlich will die junge Merle Hagedorn nur ein neues Leben beginnen, als sie, ihrer neuen Arbeitsstelle folgend, nach Goslar zieht. Doch mit den Veränderungen, die sich mit einem nächtlichen Besucher in Form einer schwarzen Katze einstellen, hat sie nicht gerechnet. Und wenn schließlich mit Halloween die Ahnenzeit näher rückt und die Schleier zwischen den Welten immer dünner werden, muss Merle erkennen, dass es ihre neuen Fähigkeiten und die Verbindung zu den Nachbarkatzen sind, mit denen sie sich dem durch die umherstreifenden Schreckgestalten drohenden Unheil entgegenstellen muss.

Eine unterhaltsame Geschichte um Katzen und Hexen im sagenumwobenen Harz.

Nach der gestrigen Walpurgisnacht schadet es bestimmt nicht, mal eine Geschichte aus dem Harz zu lesen. Und mal unter uns: Allein für den Ausblick lohnt es sich, mal auf den Brocken zu steigen. Jetzt aber zurück zum Buch: Auch wenn das Buch zeitlich eher zu Halloween passen könnte / dürfte / müsste / sollte, wollte und ich nicht entscheiden kann, ob das Buch eher ins Genre Fantasy (laut Amazon) oder Horror passt, kann man damit glaube ich nicht viel falsch machen. Außerdem wollte ich ohnehin mehr Gruselgeschichten lesen.

Books on Demand, 272 Seiten, Print: 9,99€, E-Book: 3,99€


Sephiria – Der Ring der Wächter (Corinna Michelle Struck)

Als Kyle, der siebzehnjährige Lehrling eines Schmieds, erfährt, dass er magische Fähigkeiten besitzt, bricht für ihn eine Welt zusammen: Auf Magie steht die Todesstrafe, und alle, die mit ihr in Verbindung stehen, gelten als Mörder. Dann jedoch lernt der Junge den Kampfmagier Delren kennen, welcher sich seiner annimmt und ihn von dessen guten Absichten überzeugt und begleitet ihn schließlich nach Avenglade, der Heimat der Magier, wo seine Ausbildung beginnen soll. Auf ihrer Reise wird Kyle allerdings auch mit der dunklen Seite der Zauberei konfrontiert, ohne zu ahnen, dass auch seine Vergangenheit mit dieser in Verbindung zu stehen scheint…

Endlich mal wieder ein Indie-Fantasy-Roman, bei dem man das Cover anschauen kann, ohne sich gleich übergeben zu müssen. Nein, ganz ehrlich: Mit diesem Cover kann ich mich anfreunden. Ich habe schon Verlagstitel gesehen, die weitaus hässlicher sind.

Und: Der Klappentext weiß zu überzeugen. Wenn in einem High-Fantasy-Roman auf Magie die Todesstrafe steht, verspricht das schon einmal interessant zu werden.

Books on Demand, 344 Seiten, Print: 13,99€, E-Book: 2,99€


Es duftet nach Holunderholz (Atina Teibert)

Zita lebt in einer Siedlung am Rande einer kleinen Stadt. Ihr Leben wird jäh auf den Kopf gestellt, als sich ein verwunschenes Bild in ihrem Zimmer als Tor in eine andere Welt entpuppt. Dort findet sie Freunde: Einen alten Mann, der an seiner Wut schwer zu tragen hat, und fünf Gesellen aus Stein. Gemeinsam mit ihnen und ihrem Freund Bigi wagt sie sich auf eine gefährliche Reise, die sie zum Ursprung aller Dinge und zu den Antworten auf die Fragen nach dem Warum, dem Woher und dem Wohin führen soll. Doch der Weg birgt Gefahren: Sie treffen die Windsbraut, bekämpfen die absolute Dunkelheit und müssen beide Welten zusammenfügen, um sich zu retten. Denn Veit und sein Rabenjunge wollen die Macht über Alles an sich reißen.

Das ist es! Bei meinen Suchen in den Untiefen des Internets habe ich genau das bisher nicht gefunden: All-Age-Fantasy von einer Indie-Autorin. Wenn ich den Klappentext lese fühle ich mich sofort in meine Kindheit versetzt. Spätestens beim Portal im Gemälde kommen Erinnerungen an Narnia hoch. Das ist genau die Art von Geschichte, die ich ganz dringend gesucht habe. Notiz an mich: Die Euphorie etwas zügeln, sonst kommt es noch zu ungewollten Verrissen, weil die Erwartungen die gesamte Milchstraße umspannen.

Books on Demand, 268 Seiten, Print: 10,99€, E-Book: 4,99€


Die Chroniken von Elexandale: Das leere Buch (Janine Tollot)

Elexandale – eine zerstörte Welt in den Klauen eines Tyrannen; eine Welt, in der die Menschen nur noch Sklaven sind.
Das Mädchen Kiathira entflieht ihrer Gefangenschaft, und mit sich trägt sie Erebus, das leere Buch, geschrieben vom Zauberer Aros. Dieser ist die einzige Hoffnung der Menschen auf Freiheit; ihn zu finden ist ihre Queste.

Das leere Buch, das in Form von Gedichten zu ihr spricht, hilft ihr auf dem Weg durch das menschenleere und zerstörte Land, das von Tochors Seuchen und Plagen heimgesucht wird. Und nicht nur Erebus steht ihr zur Seite. Nach und nach trifft Kiathira auf weitere treue Gefährten, Überlebende der verschiedenen Völker Elexandales, die sich ihr anschließen, um gemeinsam mit ihr das Unmögliche zu wagen.
Doch die Reise der tapferen Gemeinschaft wird begleitet von grässlichen Krankheiten, furchteinflößenden Kreaturen, bösartigen Landschaften und vielen anderen gefährlichen Abenteuern.

Die Rettung des Zauberers wird mit jedem Schritt, den sie vorankommen, unwahrscheinlicher.

An dieser Stelle verspricht eine Rezension auf Amazon, dass Fans von Tolkien auch Tollot lieben werden. Und überhaupt ist es interessant, wenn die Menschen in der High-Fantasy (so sie denn vorkommen) mal nicht die dominante Rasse sind, die alles und jeden unterwirft. Ganz abgesehen davon hat das Buch mit fast 600 Seiten eine angenehme Länge, die mir bei den meisten Indies fehlt. Nichts für ungut, aber es gelingt den wenigsten Autoren (Indie oder Verlag ist an dieser Stelle völlig egal), High-Fantasy auf unter 500 Seiten (und dann noch als Einzelband :/) zu erzählen und trotzdem scheint der Durchschnitt für Fantasyromane von Indies bei um die 350 Seiten zu liegen.

Books on Demand, 588 Seiten, Print: 17,99€, E-Book: 3,49€


Die Legende von Enyador (Mira Valentin)

Vier Königssöhne. Vier Wünsche. Ein Schicksal.
Seit Jahrhunderten kämpfen in Enyador Elben, Drachen und Dämonen um die Macht. Die Menschen wurden von den Elben unterworfen, ihre Erstgeborenen als Sklaven in den Krieg gegen die Drachen geschickt. Doch Tristan, ein Waisenjunge, widersetzt sich seinen Unterdrückern, anstatt an deren Grausamkeit zu verzweifeln. Dadurch löst er eine Reihe von Ereignissen aus … und eine uralte Prophezeiung erwacht zu neuem Leben.

Wenn eine Autorin eine durchschnittliche Amazon-Bewertung von 4,9 Sternen hat, macht mich das hellhörig. Von den insgesamt 176 angesammelten Bewertungen sind nur 3 (!) schlechter als 4 Sterne. Nun ja, ihre Talente-Reihe ist auch bei bittersweet bzw. Impress erschienen, da würde ich nicht allzu viel darauf geben (ich habe den Eindruck dass die Zielgruppe solcher Imprints sehr leicht zufrieden zu stellen ist und die Rezensionen nicht unbedingt mehr Inhalt als „Ui, toll“ haben). Dementsprechend bin ich (Cover und Klappentext zu Trotz) doch eher skeptisch, was dieses Buch angeht, vor allem, da der Umfang hier mit 384 Seiten doch sehr gering ausfällt. Aber: Ich lasse mich gerne positiv überraschen.

Books on Demand, 384 Seiten, Print: 12,99€, E-Book: 3,99€ (0,00€ mit KU)


Was haltet ihr von den Büchern? Fallen euch vielleicht noch Bücher von Autorinnen ein, die ich bisher übersehen habe? Habt ihr vielleicht eines der aufgelisteten Bücher schon gelesen?

Advertisements

Ein Gedanke zu “#Autorinnenzeit: Was ich mir diesen Monat vorgenommen habe.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s