Selfpublishing – der Bolzplatz der Nation?

Also: einfach mal drüber nachdenken.

Hans Peter Roentgen

Vor meinem alten Büro lag ein Bolzplatz. Ich bin kein Fußballfan, aber habe immer mal wieder gerne hinausgeschaut und die Jugendlichen beobachtet, die dort kickten. Das Niveau war natürlich nicht Bundesliga. Trotzdem eine Abwechslung, um auf andere Gedanken zu kommen.

Auf dem Bolzplatz darf jeder. Das Niveau ist dementsprechend. Von ganz schlecht bis zum Nachwuchstalent. Ob einer von ihnen tatsächlich heute in der Bundesliga spielt, weiß ich nicht. Jedenfalls haben viele Profifußballer ihre ersten Torschüsse auf den Bolzplätzen dieser Welt abgezogen.

Damit wären wir beim Selfpublishing. Auch dort darf jeder, auch dort gibt es viele schlechte Schüsse, verpatzte Abgaben, Dribbling, das nicht unbedingt das Attribut „beispielhaft“ verdient.

Weswegen Kulturredakteure gerne voller Sorge die Literatur in Gefahr wähnen. Alles nur Schrott, Klischee, nicht realistisch, eskapistisch und was es an Verdammenswertem sonst noch gibt. Erstaunlich?

Nein, die Aussagen sind alt, damit wird seit über hundert Jahren das verdammt, das nicht „literarisch“ ist…

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