[Rezension] Gay Christmas: Eine Weihnachtsgeschichte von Dee Dee

Bibliografische Angaben

Autor/In Dee Dee
Titel Gay Christmas: Eine Weihnachtsgeschichte
Verlag Selfpublisher |BookRix
Format E-Book und Print
Seitenzahl 128 Seiten
Erscheinungsdatum 08. Dezember 2016
Altersempfehlung (eigene Einschätzung) ab 12 Jahren
Genre Gay Romance, Weihnachtsgeschichte, Romance
Schlagwörter Weihnachten, Weihnachtsgeschichte, Gay, Gay Romance, Romance
Leseprobe Link zu Amazon

Klappentext

Weihnachten steht vor der Tür, und Elektriker Heiko hat ein Problem: Sein fünfjähriger Sohn wünscht sich ein Mädchenspielzeug. Ausgerechnet! Für Heiko steht fest: Diesen Wunsch kann er dem Jungen nicht erfüllen. Leon soll schließlich mal ein richtiger Mann werden – und auf keinen Fall schwul! Dabei merkt Heiko nicht, wie sehr er mit seiner Einstellung nicht nur seinen Sohn, sondern auch seine Frau verletzt. Als er Heiligabend noch zu einem Notfall in den ominösen „Club DT“ gerufen wird, weil es dort Probleme mit der Elektrik gibt, fährt er in der Annahme los, den Job schnell erledigen zu können. Doch im Club angekommen, geht alles drunter und drüber. Und dann steht er plötzlich einer ziemlich merkwürdigen Gestalt gegenüber. Ist das etwa … ein Engel?

Der erste Satz

„Wenn er es sich aber doch so sehr wünscht, Heiko.“

Zur Geschichte selbst

Der Elektriker Heiko lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern (eine ältere Tochter und einem jüngeren Sohn) in Berlin. Sein Sohn wünscht sich ein Pony und das gefällt Heiko nicht. Denn er hat Angst, dass sein Sohn schwul werden könnte. Denn es handelt sich hierbei ja um ein Mädchenspielzeug. Und echte Männer spielen halt nicht mit Mädchensachen. Als ihm auch noch andauernd Schwule begegnen, reißt sein Geduldsfaden endgültig.

Daher kann wohl Heiko von Glück sagen, dass er einen Auftrag bekommt, im „Club DT“ ein Problem mit der Elektrik zu lösen. Vor Ort erwischt ihn einen ordentlichen elektrischen Schlag und da passiert etwas Seltsames. Denn vor ihm steht eine Person, der eindeutig schwul aussieht (was auch immer Heiko darunter verstehen mag). Doch diese Person behauptet doch glatt, ein waschechter Engel zu sein.

Mit diesem Engel erlebt Heiko dann verschiedene Weihnachtsfeste (das vergangene, gegenwärtige und zukünftige Weihnachtsfest um genau zu sein), um zu verstehen, warum er solch ein Problem mit schwulen Menschen hat.

Wer jetzt an die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens denkt, hat recht. Das erkennt sogar Heiko. Denn der Engel führt ihn zu drei Weihnachtsfesten in Heikos Leben (bzw. zu drei bestimmten Ereignissen, die ihn prägten). Dadurch soll Heiko erkennen, worauf es letztendlich wirklich im Leben ankommt.

An dieser Stelle will ich nicht zu viel von dem Inhalt verraten. Zwar ist die Geschichte ein wenig länger. Aber wenn ich weiter auf die Engel und ihre spezifischen Aufträge eingehe, dann spoilere ich zu stark. Doch ich kann Dir auf alle Fälle verraten, dass hier keine klassische Nacherzählung der Weihnachtsgeschichte nach Dickens läuft, welche in die Gegenwart geholt und mit schwulen Charakteren versehen ist.

Auf alle kann ich Dir aber garantieren, dass Dee Dee sich hier Mühe gegeben hat. Die Geschichte wird nicht eins zu eins nacherzählt, sondern hier wurden einige Änderungen vorgenommen. Und auch die Auflösung fand ich persönlich doch überraschend.

Meine Meinung

An sich ist „Gay Christmas“ eine süße Geschichte, die man sich zu Weihnachten durchaus leisten kann. Es ist eine kurzweilige Geschichte, die durchaus zu überraschen weiß. Leider bleiben die Charaktere eher an der Oberfläche. Ich kann mich nach knapp zwei Wochen schon gar nicht mehr an die Namen der Engel erinnern oder wie ein wichtiger Charakter aus Heikos Leben heißt.

Weiterhin hängt sich der Vater nur daran auf, dass der Sohn schwul werden könnte. Das eventuell die Tochter lesbisch werden könnte (was ich in einen der Engelepisoden sogar gehofft habe), darüber wird kein Wort verloren. Überhaupt wird über Lesben nicht im geringsten geschrieben. Das fand ich dann doch ein wenig schade.

Ansonsten gab es durchaus Momente, bei denen ich schmunzeln durfte und auch Momente, da musste ich schon schlucken. Daher kann ich sagen, es hat Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen.


Mein Fazit

Das Buch kann man definitiv lesen und es macht Spaß. Wer was für einen ruhigen Weihnachtsnachmittag sucht, ist hier gut bedient. Vorausgesetzt natürlich, Du hast nichts gegen eine süße Geschichte mit schwulen Charakteren.

Das Besondere hierbei ist auch die Tatsache, dass es zwar die Geschichte von Dickens erzählt, dies aber auf eine eher ungewöhnliche Art und Weise. Daher muss man sich keine Gedanken machen, dass man hier eine Wiederholung des bekannten Stoffes erleben muss. Dem ist hier definitiv nicht so.

Noch ein kleiner Hinweis: Rund um den „Club DT“ gibt es mehrere Geschichten. Jedoch kann man sie, soweit ich das auch verstanden habe, alle Bücher unabhängig voneinander lesen. Du musst Dir also keine Gedanken machen, dass Du die Geschichte nicht verstehst, wenn Du die anderen Bücher noch nicht gelesen hast.

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