[Rezension] Nina C. Hasse – Ersticktes Matt

Bibliografische Angaben

Autor/In Nina C. Hasse
Titel Ersticktes Matt
Verlag Selfpublisher | CreateSpace
Format Taschenbuch
Seitenzahl 440 Seiten
Erscheinungsdatum 26. Juli 2016
Altersempfehlung (eigene Einschätzung) ab 12 Jahren
Genre Kriminalroman, Steampunk
Schlagwörter Floodlands, New York, Steampunk, Krimi
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Klappentext

Ein Viertel ohne Hoffnung.
Ein Mörder ohne Skrupel.

New York, 1893.

In den Floodlands, einem Elendsviertel mitten im East River, verfolgt die Polizei ein Gespenst. An jedem Tatort eine weibliche Leiche, eine Schachfigur in der Hand. Das Spiel eines Wahnsinnigen?

Für Remy Lafayette, Gesichtsanalytiker und Berater beim New York Floodlands Police Department, wird die Jagd zu einer Reise in die eigene Vergangenheit, als seine ehemalige Verlobte in den Sog der Ereignisse gerät.

Der erste Satz

„Die Frau sah aus wie eine Wachsfigur.“

Zur Geschichte selbst

„Ersticktes Matt“ trumpft mit einem einzigartigen Genremix auf. Gekonnt vermischt Nina Hasse einen Kriminalroman mit einem Steampunk-Setting.

Die Welt hat sich gewandelt und im Jahre 1893 ist der Meeresspiegel soweit angestiegen, dass ganze Landstriche im Meer versunken sind. Dieser Umstand hat in den letzten Jahren viele Menschen zur Flucht getrieben. Viele von ihnen, die in Amerika ihr Glück suchten, fristen nun ein elendes Dasein in den Floodlands, einer Pfahlbautensiedlung inmitten des East Rivers in New York.

Dort kommt es zu mehreren Todesfällen. Frauen werden tot in ihren Wohnungen aufgefunden. In ihrer Hand jeweils eine Schachfigur. Der „Schachbrettmörder“ scheint den Ermittlungen immer einen Zug voraus zu sein.

Meine Meinung

Ersticktes Matt

Um es kurz zu fassen: Ersticktes Matt ist ein Kriminalroman, wie man ihn oft schmerzlich vermisst. Ein Mörder. Ermittlungen, die im Dunkeln verlaufen. Ein vertracktes Rätsel.

Jedes Mal, wenn die Ermittler fast am Ziel sind, fehlt ein entscheidendes Detail und die Ermittlungen drehen sich in eine ganz andere Richtung. Beim Lesen kamen immer wieder Verdachtsmomente hoch, wo ich mir dachte: Ha, da ist doch der Mörder, wie blöd seid…, nur um im nächsten Moment von der Autorin eine Pistole auf die Brust gesetzt zu bekommen und festzustellen, dass ich mit meiner Vermutung wohl doch falsch lag.

Ich wiederhole mich nur ungern, aber GENAU SO muss ein Krimi sein. Ersticktes Matt bietet alles was, an Krimis oft fehlt: Ermittler, die etwas anderes als ein ständiges Suchtproblem haben, einen Papageien, der dringend sein Repertoire an Volksliedern erweitern sollte und einen schizophrenen Schriftsteller. Nein im Ernst, Henley/Rufus ist ein sehr liebenswerter Charakter (oder waren es zwei Personen in einem Körper?).

Dazu kommt das Setting. Im ersten Moment denkt man sich: Ein Steampunk-Krimi. Leg das bloß wieder weg, das wird doch nichts. Eben doch! Das New York der 1890er-Jahre ist beeindruckend in vielerlei Hinsicht. Die Errungenschaften und die Menschen. Es passt einfach alles.


Mein Fazit

Zugegeben, zuerst war ich skeptisch, was das Buch anging. Die Kombination aus Kriminalroman und Steampunk konnte ich mir gar nicht vorstellen. Allerdings hatte ich bisher nur Gutes davon gehört und als ein gewisser Schriftsteller (der gerne für Döner und Capri-Sonne wirbt) ein Gewinnspiel gestartet hat, bei dem es das Buch zu gewinnen gab, habe ich tatsächlich mitgemacht und gewonnen. Danke dafür nochmal an Benjamin Spang.

Jedenfalls habe ich die Lektüre von „Ersticktes Matt“ nicht bereut. An alle Schriftsteller: Traut euch, auch mal Genres zu mischen, die man nicht so oft in Kombination sieht. Nina Hasse hat vorgemacht, dass derartige Experimente wirklich gelingen können. An alle Leser: Egal, ob ihr euch jetzt für Steampunk interessiert oder nicht, wenn ihr einen erstklassigen Krimi sucht, seid ihr hier genau richtig. Also: Viel Spaß beim Lesen und Miträtseln.

 

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5 Gedanken zu “[Rezension] Nina C. Hasse – Ersticktes Matt

  1. Hat dies auf Nina C. Hasse rebloggt und kommentierte:
    Hallo miteinander,
    ich melde mich kurz aus meiner nanoistischen Versenkung (NaNoWriMo – 50.000 Wörter in einem Monat – viel zu wenig Zeit), um diese schöne Rezension von „Ersticktes Matt“ mit euch zu teilen, die heute bei den SPPerlen erschienen ist.
    Danke nochmal an Florian Eckardt für die lieben Worte. Das geht runter wie Öl und der nächste Roman schreibt sich gleich viel leichter. 😉

    Gefällt mir

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