[Rezension] Annika Bühnemann – Auf die Freundschaft

Bibliografische Angaben

Autor/In Annika Bühnemann
Titel Auf die Freundschaft
Verlag Selfpublisher | CreateSpace Independent Publishing Platform
Format E-Book / Taschenbuch
Seitenzahl 214
Erscheinungsdatum 26. Juli 2013
Altersempfehlung (eigene Einschätzung) ab 14 Jahren
Genre Liebesroman
Schlagwörter Freundschaft, Frauenfreundschaft, Sex and the City
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Klappentext

Alles auf Anfang! Das wünscht sich Claudia, als sie ihre Ehe mit Ken für gescheitert erklärt und aus den USA zurück in ihre alte Heimat nach Deutschland zieht. Zum Glück warten dort ihre alten Schulfreundinnen, und die vier Frauen meistern Schulter an Schulter die Herausforderungen des Lebens: Familie, Kinder, Job und Liebe. Claudia gibt die Hoffnung nicht auf, den “Mann fürs Leben” noch zu finden. Vielleicht ist es Lutz, ihr charmanter Chef? Dann taucht Ken auf und bittet sie um eine zweite Chance. Doch kann ihr Ex-Mann sich wirklich ändern?

Der erste Satz

Für jeden Menschen in meiner Umgebung war es ein ganz normaler Freitag im Sommer.

Zur Geschichte selbst

Was passiert, wenn das Leben, dass man sich aufgebaut hat, auf einmal zusammenbricht? Diese Frage muss sich Claudia stellen und kann froh sein, dass sie drei wirklich gute Freundinnen zur Seite hat. Sex and the City lässt grüßen.

Meine Meinung

Claudia Robinson hat eigentlich ein tolles Leben. Sie lebt in Amerika mit ihrem Traummann und hat einen klasse Sohn. Und alles könnte so schön sein, wenn ihr Ehemann Ken nicht der Meinung wäre, fremd zu gehen. Daher entscheidet sie sich, von ihrem Mann zu trennen und wieder zurück nach Deutschland, um genau zu sein, nach Oldenburg zurück zu kehren.

Dort trifft sie auf ihre alten Freundinnen, die ihr sofort unter die Arme greifen und ihr helfen, sich neu einzuleben. Ein neuer Job und eine neue Liebe sind nicht weit. Doch dann zieht Ken ebenfalls nach Deutschland und versucht seinen gewaltigen Fehler wieder gut zu machen.

Die Geschichte selbst liest sich ganz gut und ganz flott durch. Das liegt nicht nur daran, dass es 214 Seiten hat, sondern weil der Schreibstil auch sehr locker und angenehm ist. Man erlebt die vier Freundinnen in den verschiedensten Alltagssituationen und wie sie zueinanderhalten. Von wegen, es gibt keine Frauenfreundschaften.

Auch wenn im Leben der vier Frauen es ihre Höhen und Tiefen gibt, so stehen sie zueinander. Und das teilweise in doch sehr schwierigen und durchaus lustigen Situationen.

Jedoch plätschert alles sehr an der Oberfläche. Der Alltag der Frauen wird manchmal zu genau erläutert und wirklich viel geschieht nicht unbedingt. Zum Beispiel fällt es mir gerade schwer, die Namen der vier Frauen alle zu benennen. Claudia, Maria und war es noch Hannah und wer war die Vierte? Wenn die Autorin diese nicht immer wieder genannt hätte, ich wäre irgendwann hoffnungslos aufgeschmissen. Doch auch wenn, ich konnte sie nie so richtig auseinanderhalten. Wer macht was? Mit wem war sie noch einmal verheiratet? Wer hatte Kinder?

Leider fehlt es mir hier doch an Tiefgang, sodass ich überhaupt die Charaktere unterscheiden konnte. Und zugleich wurden manchmal Details erwähnt, wo ich mich einige Male gefragt habe, muss ich das jetzt immer wissen, was in deren Gläser ist? Zudem fehlt mir irgendwie ein richtiger roter Faden durch die Geschichte.

Ja, es geht um die Freundschaft. Ja, es geht auch um Ken. Und ja, es geht um Claudia. Und nun?

Zudem fand ich die Handlung rund um Ken ein wenig unlogisch. Er macht Fehler Nummer 1 im Prolog. Gut kommt vor, ist nun einmal so. Doch dann macht er Fehler Nummer 2. Den habe ich jedoch nicht verstanden. Warum hat er den gemacht? Er will Fehler Nummer 1 ausradieren und dann kommt Fehler Nummer 2? Mir fehlte da irgendwie die Motivation.

Der zweite Teil der Geschichte wirkte ein wenig, als hätte die Autorin noch überlegt, wie sie der Geschichte noch den letzten Schwung geben kann, um die Leserinnen nicht in der Luft hängen zu lassen. Das ist lobenswert, aber wirkt auf mich nicht so ansprechend.


Mein Fazit

Mir ist sehr wohl bewusst, dass diese Rezension ein wenig streng ist. Doch das wäre zu hart gegriffen. Das Buch hat mir definitiv Spaß gemacht zu lesen. Und immerhin handelte es sich hierbei um das Erstlingswerk der Autorin. Dafür war es definitiv gut. Ich habe da schon einige schlechtere Erstlingswerke gelesen (die teilweise auch in Verlagen veröffentlicht wurden). Und ich denke durchaus, dass dieses Buch zeigt, dass die Autorin potenzial hat, noch besser zu werden.

Klar, dieses Buch hat durchaus seine Schwächen. Und man hätte vielleicht noch einiges ausbauen können. Doch es hat auch seine Stärken. Und auf die kommt es letztendlich an. Immerhin hat es mir Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Und nicht umsonst hätte ich es innerhalb kürzester Zeit ausgelesen. Man sieht hier die Entwicklung der vier Frauen, auch wenn natürlich Claudia den größten Raum einnimmt. Immerhin ist es ihre Geschichte.

Wer mit Liebesromanen und/oder Sex and the City nichts anfangen kann, dürfte hier wohl falsch sein. Auch wenn ich selbst diese Serie nie gesehen habe, so habe ich doch durchaus einige parallelen erkannt. Alle anderen, die sich auf eine Geschichte rund um vier Frauen freuen, die dürften hingegen hier durchaus richtig sein. Daher einfach mal reinschnuppern und sich von dem starken Anfang beeindrucken lassen.

Noch eine kleine Anmerkung, die Geschichte geht weiter in „Auf das Leben!“.

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2 Gedanken zu “[Rezension] Annika Bühnemann – Auf die Freundschaft

  1. Kann ich so in großen Teilen unterschreiben. Heute würde ich die Geschichte sehr anders schreiben und zum Glück kann ich behaupten, dass z. B. mein siebtes Buch sehr viel besser ist 😉 Aber doch immer wieder schön, zu wissen, dass der Erstling nicht staubtrocken in den Tiefen des Internets verschollen ist, sondern immer mal wieder gelesen wird 🙂

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    • Hallo Annika,

      vielen Dank für Deinen Besuch und Deinen Kommentar. Natürlich, Erstlingswerke haben ein gewisses Eigenleben 😉 Und klar, man entwickelt sich als Autorin bzw. als Autor (hoffentlich) weiter. Aus diesem Grund glaub ich Dir, dass Dein siebstes Buch besser ist, als Dein Erstlingswerk 🙂

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